Ohrwümer für Herz und Seele

Mit großem Applaus belohnten kürzlich die zahlreichen Gäste in der Cafeteria der Förder- und Wohnstätte in Kettig die Solisten, Ensembles, den Chor Plusminusfünzig und den Kinderchor „Thillis“, die ihnen zuvor in einem wunderschönen Konzert zahlreiche Ohrwürmer und Evergreens kunstvoll dargeboten hatten. Unter der Gesamtleitung der Stimmbildnerin Brigitte Thilmann-Hilger, die auch selbst am Klavier begleitete, kam ein sehens- und hörenswertes Gesamtkunstwerk zustande.

In einem abwechslungsreichen Programm setzten nach einem furiosen Beginn zunächst die „Thillis“ einen überraschenden Akzent, denn sie boten klassische Köstlichkeiten: die Vier Jahreszeiten von Vivaldi, ein Menuett von Bach, die Forelle von Schubert, die Moldau von Smetana und eine erfrischende, kindgerechte Variante der kleinen Nachtmusik von Mozart. Die Kinder trugen jeweils erst biographische Informationen zu den Komponisten vor und anschließend im Chor die Stücke, sparsam aber gekonnt begleitet von Maria Schmorleiz an der Flöte, mit einem Solo auf der Klarinette eingeleitet von Julian Ring. Die gesamte Sequenz verdeutlichte dem Publikum, dass es mit Geschick und Freude gelingen kann auch heutzutage Kinder zu klassischer Musik zu führen.

Die Vielfalt des Programms setzte sich im Wechsel der verschiedensten Formationen fort, wenn sich die Solisten und Ensembles in immer neuen Varianten zusammen fanden. Zweifellos ein Höhepunkt war das Duett „Josef, ach Josef“ zwischen Jennifer Becker und Ralf Arnold, mit dem nicht nur musikalisch sondern auch komödiantisch überzeugt werden konnte. Ebenso auch, als unter dem Arbeitstitel „Verliebte Melodien“ Andreas Brubach und das Ensemble musikalisch brillierten. Bestens unterhalten fühlten sich die Gäste als Andreas Brubach und Marie-Luise Balmes kokett miteinander anbandelten, was sich zur Freude des Publikums fast zwangsläufig aus der Liste der ausgewählten Lieder ergab. Für viel Abwechslung sorgten auch die Kontraste, wenn ein reines Frauenensemble die Bühne betrat oder eine reine Herrenriege den Luftraum mit schönen Evergreens zu füllen wusste. Die Klangfülle erreichte jeweils ihren Höhepunkt wenn sich der gesamte Chor präsentierte, was bei Liedern der Fall war wie „Es war einmal“, „Ganz Paris“ oder auch dem Stück „Exodus“, die verdiente Zugabe.

Peter Moskopp, Bürgermeister von Kettig und Vorsitzender des Fördervereins, dankte als Veranstalter allen Künstlern und insbesondere Brigitte Thilmann-Hilger für das begeisternde Benefizkonzert. „Für jeden war etwas dabei, das die Laune hebt und die Seele zum Singen bringt“, zitierte er aus der Konzertankündigung. Dr. Alfred Marmann hofft, dass Frau Thilmann-Hilger einmal wieder mit ihren Künstlern die Förder- und Wohnstätte mit einem Konzert erfreuen wird.

Der Förderverein belohnte den Chor mit Kerzen, die in der Werkstatt der Facheinrichtung für schwerstmehrfach behinderte Menschen hergestellt wurden. Der Erlös des Nachmittags kommt nun der Arbeit des Fördervereins zugute und somit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Förder- und Wohnstätte in Kettig.

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