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Förder- und Wohnstätten gGmbH Kettig

Anfang der 90er-Jahre wurde die "Förder- und Wohnstätte für Schwerstbehinderte gGmbH" von drei Gesellschaftern gegründet:

Ziel der Gesellschaft ist es, für schwerstbehinderte blinde/sehbehinderte und nichtsehgeschädigte Erwachsene, entsprechend ihrer Bedürfnislage

  • Förder-
  • Betreuungs-
  • Arbeits- und
  • Wohnmöglichkeiten zu schaffen.

In einem ersten Schritt wurde 1992 von dieser Gesellschaft ein Haus in Neuwied mit vier Dauerwohnplätzen und strukturierter Tagesförderung für mehrfachbehinderte Erwachsene sowie mit vier Kurzzeitplätzen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene eröffnet.

1994 kam ein Hotel in Leutesdorf hinzu, das behindertengerecht umgebaut wurde. Dort entstanden 19 Plätze im Dauerwohnen inkl. Tagesförderung für schwerstbehinderte Erwachsene, die ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden.

Standort Kettig
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Als dritte Maßnahme konnte 1997 für sechs Bewohner eine so genannte "Zwischenlösung" in Neuwied-Oberbieber eröffnet werden. Um auch diesen jungen Menschen ein sinnerfülltes Leben zu ermöglichen, wurde auch dort eine tagesstrukturierte Beschäftigung angeboten.

Der vierte Schritt wurde 1998 umgesetzt, als in Kooperation mit der Behindertenwerkstatt in Saffig mit einer Werkstattgruppe für Blinde und Sehbehinderte in der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte in Neuwied-Feldkirchen der Aufbau einer anerkannten Werkstatt für Behinderte startete. Das Werkstattangebot konnte intern (=Wohnheimplatz bei der Förder- und Wohnstätte) oder extern genutzt werden. Zunächst nahm die Werkstatt in Neuwied-Feldkirchen Bewohner und Bewohnerinnen des Hauses in Oberbieber auf.

Im Jahr 2001 kam mit dem Betreuten Wohnen für Menschen mit Behinderungen (gem. Landesrichtlinie) ein neues Angebot bei der Förder- und Wohnstätten gGmbH hinzu. In der Museumsstraße in Neuwied bewohnen bis zu 24 Menschen in ambulant betreuten Wohnungen ein speziell zu diesem Zweck eingerichtetes Haus. Die Immobilie gehört der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (GSG) in Neuwied, die Betreuungsarbeit wird durch Personal der Förder- und Wohnstätte gGmbH verrichtet, womit erstmals der Adressatenkreis der Hilfen vom Bereich der schwerstbehinderten Menschen hin zu weniger starken Behinderungen und Handicaps vollzogen wurde, da die Nutzer und Nutzerinnen des Betreuten Wohnens lediglich Hilfen zum autonomen Wohnen benötigen.

Im Jahre 2002 konnte der nächste Schritt in der Entwicklung der Förder- und Wohnstätte gGmbH mit der Inbetriebnahme der Kombinationseinrichtung mit Wohnstätte, Tagesförderstätte und Werkstatt in Kettig vollzogen werden. In diese Einrichtung wurden die Zwischenlösung "Neuwied-Oberbieber" und die provisorische Werkstatt integriert. Vorangegangen war eine mehrjährige Planungs- und Bauzeit.
Am Standort Kettig werden 98 Dauerwohnplätze für mehrfach/schwerbehinderte Menschen angeboten.